UNSER SCHÖNES CUXHAVEN

Cuxhaven (plattdeutsch Cuxhoben) liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee. Cuxhaven, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen, zählt mit 49.093 Einwohnern nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz zu den großen selbständigen Städten, zugleich ist sie die drittgrößte Stadt an der niedersächsischen Nordseeküste. Die Stadt gehört zu

den Metropolregionen Bremen/Oldenburg und 

Hamburg und ist laut Landesentwicklungsplan ein Mittelzentrum.

Cuxhaven zählt zu den größten Fischereihäfen Deutschlands. Bis Ende 2008 befand sich hier die Schiffsmeldestation für Hamburg und für den Nord-Ostsee-Kanal. Im Nordseeheilbad Cuxhaven ist der Kurbetrieb und Tourismus ebenfalls von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Hafensiedlung Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel, das auf dem heutigen Gebiet der Stadt Cuxhaven lag, gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Das damals wichtigere und größere Ritzebüttel und Cuxhaven schlossen sich 1872 zum Ort Cuxhaven zusammen. Nordwestlich vor Cuxhaven liegen im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer die zu Hamburg gehörenden Nordseeinseln Neuwerk, Nigehörn und Scharhörn.

Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen markiert an der Elbmündung den Übergang von der Unter- zur Außenelbe und damit die Grenze für die Binnenschifffahrt. Sie ist auch das Motiv des Wappens der Stadt.


UNSERE KUGELBARKE

Die Kugelbake ist ein aus Holz errichtetes Seezeichen in Cuxhaven. Gemessen vom mittleren Tidehochwasser bis zur Mitte der kleinen Kugel beträgt ihre Höhe 28,4 m. Der Ausdruck Bake geht auf das Mittelalter zurück, in dem alle Seezeichen – auch Leuchttürme – so genannt wurden. Sie ist das Wahrzeichen von Cuxhaven und seit 1913 im Wappen der Stadt abgebildet. Ein Vorgängerbauwerk diente noch als Leuchtturm; heute wird die Kugelbake nur noch nachts als Touristenattraktion angestrahlt. Sie bildet die seewärtige Begrenzung der Elbe, also das Ende der Binnenelbe nach dem Bundeswasserstraßengesetz.

Die Kugelbake steht an einem stark befahrenen Schifffahrtsweg in Cuxhaven-Döse und war ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schifffahrt. Geographisch endet hier die Elbe, und es beginnt die Nordsee; aus nautischer Sicht trennt sie Außen- und Unterelbe. Die Elbmündung hat auf Höhe der Kugelbake eine Breite von etwa 18 km. Die Kugelbake befindet sich in der Nähe des nördlichsten Punktes Niedersachsens. Symbolisch betrachtet trennt das Seezeichen das Elbe- und das Weser-Mündungsgebiet voneinander.

Errichtet wurde die erste, 85 Fuß (24,4 m) hohe Kugelbake vermutlich im Dezember 1703 auf Veranlassung des Lotseninspektors Paul Allers, nachdem der bis zu dem Zeitpunkt dort vorhandene Peilpunkt, eine Gruppe von Bäumen, von einer heftigen Sturmflut fortgespült worden war.

 

Das Bauwerk wurde aus Holz errichtet und besaß nie eine hohe Lebensdauer, da Holzfäulnis, Witterung, Sturm und Flut der Bake heftig zusetzten. Spätestens nach 30 Jahren musste sie jeweils erneuert oder instand gesetzt werden. Die erste Erneuerung fand vermutlich 1737 statt.

 

Seit 1782 ist die Kugelbake dauerhaft mit einem Damm verbunden.

1853 wurde das Kugelbake-Licht als nächtliche Orientierungshilfe eingerichtet, um die schwierige Fahrwasserkrümmung zu markieren. Das Leuchtfeuer brannte in einer Hütte, die sich innerhalb der Kugelbake befand.

1867 wurde die Kugelbake nach Plänen des Wasserbauinspektors Hugo Lentz auf eine runde Plattform aus Granitblöcken gesetzt.

Beim Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 wurde die Leuchthütte aus taktischen Gründen abgebaut, um dem Feind keinen Anhaltspunkt zu bieten. Auch zu Beginn des Ersten Weltkriegs musste die Kugelbake weichen. 1924 wurde sie erneut errichtet. Allerdings wurden anstelle der namensgebenden Kugel zwei runde rechtwinklig zusammengesetzte Scheiben an der Spitze angebracht.

Das Kugelbakenlicht wurde ab 1878 nur noch als Reserve benötigt, da ein Feuerschiff ganzjährig ausgelegt wurde.

Der Seefunkpionier Jonathan Zenneck versuchte um 1900, eine Funkverbindung zwischen dem Festland und den Schiffen auf der See herzustellen. Innerhalb der Kugelbake wurde eine Holzhütte errichtet, die mit den dafür notwendigen Antennen und technischen Geräten für die allererste Küstenfunkstelle ausgestattet war.

2001 gab die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Kugelbake an das Bundesvermögensamt zurück, da das Seezeichen seine nautische Bedeutung verloren hatte. Es wurde dann eine Stiftung zum Erhalt dieses historischen Wahrzeichens gegründet. So ist die Kugelbake seit 2002 im Besitz der Stadt Cuxhaven und steht unter Denkmalschutz. Die heutige Konstruktion stammt aus der Zeit nach 1945.


ALTE LIEBE

Die Alte Liebe ist ein Anleger mit Aussichtsplattform im Hafen von Cuxhaven. Er befindet sich an der stromseitigen Begrenzung des Cuxhavener Hafens zum Fahrwasserder Unterelbe. Von dem Anleger legen die Schiffe in Richtung der Inseln Neuwerk und Helgoland sowie zu den Seehundsbänken ab.

 

Das Bauwerk wurde 1733 durch die Versenkung von drei ausgedienten Schiffen an dieser Stelle errichtet. Die Schiffe wurden mit Pfählen umgeben und die Zwischenräume mit Steinen und Buschwerk ausgefüllt.

2005 wurde das Bauwerk mit einer Stahlbeton-Konstruktion erneuert. Darüber befindet sich ein zweistöckiger Pfahlbau aus Holz, von dessen Galerie Besucher die Schifffahrt auf der Unterelbe beobachten können. Über eine Lautsprecheranlage werden die Besucher über Größe und Herkunft der vorbeifahrenden Schiffe informiert. An der Alten Liebe liegt der Windsemaphor Cuxhaven.

 

Der Name „Alte Liebe“ leitet sich von einem der drei versenkten Schiffen her, das „Olivia“ hieß. Von der Bevölkerung wurde es jedoch nur „Oliv“ genannt, was phonetisch dem plattdeutschen Wort für „Alte Liebe“ entsprach